Freitag, 11. Oktober 2019

Port-Leucate, Frankreich 6. bis 8. Oktober 2019

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Route: 39+3 Seemeilen, bis heute: 1417
9:55 Stunden, Temp.: 19-24°C
Sonnenaufgang: 07:50, Sonnenuntergang: 19:21














Um 07:30 Uhr starten wir. Der Törn ist lang und wir wollen noch am Tage ankommen. Die Tage werden immer kürzer und nur zwischen 8-19:30 Uhr ist es richtig hell.

Es soll uns ein 3er Wind bis Cap d'Agde begleiten und dann Halber Wind 4-5.

Der Wind lässt uns im Stich und wir motoren an Cap d'Agde vorbei. Wir hören 2 Mal eine SECURITE-Meldung, auf französisch, wir verstehen nicht und schenken wir der leider keine Achtung und fahren weiter. Wir schalten zwar auf Kanal 4, den wir wahrgenommen haben, es kommt aber nichts.

Der Wind kommt aber direkt von vorne. Hoch am Wind machen wir weiter. Die Wellen werden höher und die Maschine läuft mit 1.900 UpM weiter mit.

Die Böen und die hohen Wellen bringen uns immer wieder, fast zum Stehen. Wir erwägen einen Hafen am Westufer anzusteuern, vergebens. Der Wind pfeift und die Wellen wachsen.

Immer wieder brechen die Wellen an der Bordwand und ich stehe inzwischen ganz nass da, der Wind bläst und mir ist kalt. Die Schiffsbewegungen lassen mich nicht nach unten gehen, um mich umzuziehen, ich finde mich damit ab.

Der Schlag nach Westen, um den Wind seitlicher zu bekommen, scheitert kläglich, mit 2 Knoten kommen wir nicht weiter.

Inzwischen dreht sich der Wind leicht nach Westen, so dass wir die Genua bergen und das Groß mit 2 Reffs versehen. Die Genua kam nicht zur Ruhe, als sie als ein Handtuch groß stehen sollte.

Um gegen alte und neue Wellen anzugehen läuft die Maschine ungebremst mit. Der Wind steigt auf 28 Knoten, in Böen 34.

Nach elend langer Zeit kommt der Hafen in Sicht. Wir fragen per Funk, ob jemand uns, bei der Einfahrt, beistehen kann. Als Antwort kommt: Es ist kein Problem, fahren sie einfach rein, dieses Mal auf Englisch.

Man halte fest, dass die Franzosen, sogar eine Wetterwarnung nur in Französisch senden. Also wer nach Frankreich will, muss französisch lernen.

Unser Fehler: Wir hatten nach dem SECURITE nachhaken sollen, vielleicht hätten wir Glück und man hätte uns in Englisch geantwortet.

Ende gut, die Hafenmeisterin spricht Englisch. Einen Platz kann uns aber nicht zuweisen. Wir liegen unter dem Kran und gut ist es. Der Wind wird immer stärker und drückt uns gegen die Betonmauer. es müssen 7 Fender herhalten.

Einen Tag später setzt sich das Spiel fort.Typische Wolkenbildung und pfeifen in den Takelagen. Der Hafen kocht förmlich und der Pegel sinkt um 40cm.

Ich suche etwas zum Beißen, alle Kaufhäuser sind geschlossen, FERME. Nur noch eine LIDL-Filiale, weit weg, soll im Betrieb sein. Es hat sich tatsächlich bestätigt.

Sète im Frieden verlassen

An Cap d'Agde vorbei fängt es an ...



Angekommen und es bläst heftiger
Typische Wolken der Starkwinde der Region ...



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