Posts mit dem Label Frankreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frankreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 31. Januar 2020

Burriana, Spanien 13. bis 15. Januar 2020

<<<  >>>
Kaum angekommen, bringe ich die Bugleiter an. Nun wollen wir sehen, wie Heike einsteigen kann. Wir freuen uns sehr, der Aufstieg erfolgt problemlos.

Nach dem Umladen werfen wir die Diesel-Heizung an, es funktioniert alles ziemlich gut. Die Ventile der Bordtoilette gehen aber zu leicht, ob sie defekt sind. Herr Supa hat seinerzeit keine "Rolls Royce" sondern "Fiat" installiert, aber "Rolls Royce" berechnet, wir sind ihm zu "Dank" verpflichtet.
Nun hoffen wir, dass sie noch dicht sind. Sicherheitshalber, habe ich einen Stopfen gebaut und den Abfluss abgedichtet, zusätzlich halten wir die Daumen.

So haben wir uns den Tag vertrödelt. Morgen fahren wir, Schnurstracks nach Lagoa, das Haus wartet.

Palladium steht da, wie eine Eins, wir freuen uns



<<<  >>>

Marsaillan, Frankreich, 13. Januar 2020

<<<  >>>
Früh am Morgen verlassen wir Orange. Die Sonne scheint und die Landschaft ist frühlingshaft.

Bald kommen wir an. Das Boot Bilitis ist da aber von Lynette und Nils keine Spur, dabei wollten wir sie überraschen.

Ein Anruf genügt und bald sind die Freunde da. Ein Wiedersehen mit Freude, wenn Lynette nicht ihren Arm am Hals trug. Irgend etwas stimmt mit ihrer Schulter nicht, es wird noch untersucht.

In einem Lokal begießen wir das Wiedersehen und bald werden wir Burriana ansteuern, mal sehen was aus der Palladium geworden ist.






<<<  >>>

Orange, Frankreich 12. bis 13. Januar 2020

<<<  >>>
Schnarup-Thumby: Am 8.11.2019 ist Heike operiert und, mit einem neuen Hüftgelenk auf der rechten Seite versehen, aus dem Operationsraum entlassen. Dr. Ailland, ein erfahrener und freundlicher Chirurg hat das ganze in der Imland-Klinik, in Eckernförde, erfolgreich durchgeführt.
Nach 10 Tagen war die Reha an der Reihe, in St. Peter-Ording.

Nach 3,5 Wochen ist sie zu Hause. Es geht ihr gut und sie läuft fleißig mit den Stöckern.

Am 9. Januar war es dann soweit, Dr. Ailland untersucht sie und es erfolgt die "Freigabe" zur Weiterfahrt.
Am 12.1.2020 um 06:00 Uhr, mit einer Stunde Verspätung, fahren wir los.

Um 21:30 Uhr kommen wir in Orange an und ergattern ein Hotelzimmer, teuer und saumäßig.

Morgen geht es weiter nach Marsaillan, Lynette und Nils besuchen.


Nach der OP ...
--- und bald in der Reha



<<<  >>>

Freitag, 11. Oktober 2019

Port-Leucate, Frankreich 6. bis 8. Oktober 2019

<<<  >>>
Route: 39+3 Seemeilen, bis heute: 1417
9:55 Stunden, Temp.: 19-24°C
Sonnenaufgang: 07:50, Sonnenuntergang: 19:21














Um 07:30 Uhr starten wir. Der Törn ist lang und wir wollen noch am Tage ankommen. Die Tage werden immer kürzer und nur zwischen 8-19:30 Uhr ist es richtig hell.

Es soll uns ein 3er Wind bis Cap d'Agde begleiten und dann Halber Wind 4-5.

Der Wind lässt uns im Stich und wir motoren an Cap d'Agde vorbei. Wir hören 2 Mal eine SECURITE-Meldung, auf französisch, wir verstehen nicht und schenken wir der leider keine Achtung und fahren weiter. Wir schalten zwar auf Kanal 4, den wir wahrgenommen haben, es kommt aber nichts.

Der Wind kommt aber direkt von vorne. Hoch am Wind machen wir weiter. Die Wellen werden höher und die Maschine läuft mit 1.900 UpM weiter mit.

Die Böen und die hohen Wellen bringen uns immer wieder, fast zum Stehen. Wir erwägen einen Hafen am Westufer anzusteuern, vergebens. Der Wind pfeift und die Wellen wachsen.

Immer wieder brechen die Wellen an der Bordwand und ich stehe inzwischen ganz nass da, der Wind bläst und mir ist kalt. Die Schiffsbewegungen lassen mich nicht nach unten gehen, um mich umzuziehen, ich finde mich damit ab.

Der Schlag nach Westen, um den Wind seitlicher zu bekommen, scheitert kläglich, mit 2 Knoten kommen wir nicht weiter.

Inzwischen dreht sich der Wind leicht nach Westen, so dass wir die Genua bergen und das Groß mit 2 Reffs versehen. Die Genua kam nicht zur Ruhe, als sie als ein Handtuch groß stehen sollte.

Um gegen alte und neue Wellen anzugehen läuft die Maschine ungebremst mit. Der Wind steigt auf 28 Knoten, in Böen 34.

Nach elend langer Zeit kommt der Hafen in Sicht. Wir fragen per Funk, ob jemand uns, bei der Einfahrt, beistehen kann. Als Antwort kommt: Es ist kein Problem, fahren sie einfach rein, dieses Mal auf Englisch.

Man halte fest, dass die Franzosen, sogar eine Wetterwarnung nur in Französisch senden. Also wer nach Frankreich will, muss französisch lernen.

Unser Fehler: Wir hatten nach dem SECURITE nachhaken sollen, vielleicht hätten wir Glück und man hätte uns in Englisch geantwortet.

Ende gut, die Hafenmeisterin spricht Englisch. Einen Platz kann uns aber nicht zuweisen. Wir liegen unter dem Kran und gut ist es. Der Wind wird immer stärker und drückt uns gegen die Betonmauer. es müssen 7 Fender herhalten.

Einen Tag später setzt sich das Spiel fort.Typische Wolkenbildung und pfeifen in den Takelagen. Der Hafen kocht förmlich und der Pegel sinkt um 40cm.

Ich suche etwas zum Beißen, alle Kaufhäuser sind geschlossen, FERME. Nur noch eine LIDL-Filiale, weit weg, soll im Betrieb sein. Es hat sich tatsächlich bestätigt.

Sète im Frieden verlassen

An Cap d'Agde vorbei fängt es an ...



Angekommen und es bläst heftiger
Typische Wolken der Starkwinde der Region ...



<<<  >>>

Samstag, 5. Oktober 2019

Sète, Frankreich 4. bis 6. Oktober 2019

<<<  >>>
Route: 35 Seemeilen, bis heute: 1370
8:56 Stunden, Temp.: 13-29°C
Sonnenaufgang: 07:45, Sonnenuntergang: 19:21














Wir hatten Cap d'Agde gebucht und Sète bekommen.

Die Abrechnung in Capitainerie, so nennt man hier die Hafenmeisterei, dauerte nicht lange und um 08:00 Uhr verlassen wir den Hafen. Noch vor uns sind 4 andere Boote unterwegs.

Der 3er Wind lässt auf sich warten und alle sind mit Maschine unterwegs. Eine Stunde segeln wir hoch am Wind Richtung D'Agde.
Die Maschine läuft mit, mit 3kn kann man keinen Blumentopf gewinnen. Wenn wir zu spät ankommen ist dort niemand der uns einen Handicap-Platz anbietet.

Nun nimmt der Wind stetig zu und schralt immer mehr. Auf der Steuerbordseite liegt ein riesenroßes Militärgebiet und somit ist nicht an Kreuzen zu denken.Wir bergen die Segel und motoren dagegen.

Nun beobachten wir ein großes Motorboot, das sich uns, mit großen Schritten, nähert. Angekommen, ist es ein Patrouillenboot. Wir werden mit Fragen durchlöchert. Sie möchten unsere Bootspapiere sehen, nebst Ausweisen, sie werden mit Kescher abgeholt. Sie verschwinden ins Boot und nach 10 Minuten dürfen wir weiter.

Wir kämpfen gegen, immer höher werdende Wellen. Auf halber Strecke nehmen die Wellen und der Gegenwind soweit zu, dass wir nur noch mit 2kn unterwegs sind.

Als der Gegenwind droht 24kn zu überschreiten, wenden wir nach Norden und setzen das Groß. Hoch am Wind, mit gerefftem Groß kommen wir bis zur nächsten Wende, nun aber Richtung Sète.
So sparen wir uns 2 Stunden und einen Haufen Schaukelei.

Vor der Ankunft sprechen wir mit der Capitainerie. Mit der Zusage, sind wir eingelaufen. Sie hat schon auf uns gewartet und beim Anlegen geholfen, eine resolute Dame, danke.

Nun liegen wir längsseits unter dem Kran, dicht bei der Dame. Sète ist lebenswert!

Mal sehen, wann der Wind uns weiter nach Süden treibt.

Angekommen













<<<  >>>

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Port-Gardian. Saintes-Maries-de-la-Mer, Frankreich 1. bis 4. Oktober 2019

<<<  >>>
Route: 34 Seemeilen, bis heute: 1335
7:06 Stunden, Temp.: 19-29°C
Sonnenaufgang: 07:39, Sonnenuntergang: 19:24














Die Zeit ist gekommen, dass wir wieder segeln. Das Boot ist aufgetakelt und es gibt keine Ausreden mehr.
Vorher noch zum Hafenmeister und abrechnen. Den Wassertank neu mit Wasser füllen und dann, um 08:45 Uhr die Leinen los.
Es ist Windstille, die Vorleinen holt Heike ein, während ich die Mooringsleine reinhole. Das Schiff bewegt sich gemächlich nach achtern und wir sind frei.

Zum Auftakt wollen wir nur bis Port-Gardian, der Hafen soll gut sein.

Kaum legen wir los, schon haben wir einen 3er Wind, aber in der Nase. Erst nachdem wir die westliche Richtung einschlagen, werden die Segel gesetzt. Es funktioniert alles bestens, Der Wind bringt uns auf 3 Knoten. Es reicht uns aber nicht und wir schalten auf dänisch um, die Maschine an und 6,5 Knoten.

Später hemmt uns die Gegenströmung und zum Schluss laufen wir, mit 5,4 Knoten in den Hafen ein.
Kurz davor hatten wir die Hafenmeisterin angerufen und um einen Handicap-Platz gebeten.

Beim Einlaufen kommt uns der Assistent mit einem Dingi und bringt uns zum Ponton. Hier liegen wir längsseits und brauchen die dreckigen Mooringsleinen nicht.

Port-St-Louis bei der Abfahrt


Die Franzosen sorgen für saubere Luft! 

Das Ende eines unglücklichen Zweimasters

Angekommen ...


Wir werden festgehalten!
<<<  >>>

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Navy Service, Port-St-Louis, Frankreich 25. September bis 1. Oktober 2019 (aufgewärmt)

<<<  >>>











Nach 15 Minuten Fahrt sind wir pünktlich um 10:00 Uhr, vor dem Hafen vom Navy Service. 2 Mitarbeiter sind vor Ort und dirigieren das Boot zur Kaimauer und vertäuen es. wir dürfen das Boot verlassen.
Es kommt nun ein Traktor mit einem speziellen Anhänger und sie ziehen es aus dem Wasser. Später wird es auch damit auf ein Gestell gebracht.
Der Mechaniker ist auch schon da. Der Antrieb wird begutachtet und für einwandfrei erklärt. Das Getriebeöl ist gewechselt und wir sind um 300,- EUR leichter, der Preis war von vornherein abgesprochen und zwar für die Kontrolle des Antriebs und Ölwechsels.

Heike ist ausgefallen und ich bin nicht in der Lage den Mast alleine vorzubereiten, also der Mark muss her. Er hat Termine und wir bleiben 2 Nächte im Boot, auf der Trocken-Marina. 

Mark macht seine Sache bestens und der Mast ist vorbereitet. Um 15:00 Uhr ist der Mast aufgesetzt und wir dürfen gehen. Vorher hatten wir 419,- EUR, für die Leistungen des Navy Services entrichtet, Nur noch 150,- EUR für Mark und ein wenig Trinkgeld, wir sind alle glücklich.

Kurz nach dem Ablegen haben wir festgestellt, dass unsere Bäume nicht mitgekommen sind, also zurück Marsch Marsch. Nun finden wir schwerlich jemanden der unsere Bäume überreicht. So ist es halt, aus den Augen, aus dem Sinn.

Im Nachhinein betrachtet, waren die Leistungen professionell und sehr gut.

Nun fahren wir wieder nach Port-St-Louis. Dort werden wir das Boot segelklar machen und dann los.

Übrigens, in dem Mekka der Sportschifffahrt finden wir keine AGM- oder Gel-Batterien, hierzulande kennt mann anscheinend nur Säure-Batterien. 2 Tage habe ich mir die Hacken wund gelaufen und die Händler angefleht, sinnlos.
Es gibt zwar Online-Lieferanten, die von uns gewünschte Batterien, zu einem erträglichen Preis, liefern könnten, es ist aber Ferienzeit und sie können es nicht garantieren. Die Bestellung über einen deutschen Lieferanten wird aber alle unsere Zeitpläne über den Haufen werfen.

Wir entscheiden, anstatt 2,  uns auf eine Batterie zu beschränken und holen eine, die doppelt so teuer ist als eine AGM von Zuhause. Eingebaut haben wir sie selbst.

Sie haben schon auf uns gewartet ...








Der Mast, samt dem Furler und die Bäume sind auch da



Der Mast wird aufgesetzt und wir werden verabschiedet.
In Port-St-Louis ...



... machen wir, aus einem Kanalboot, ein Segelboot



 <<<  >>>

Donnerstag, 26. September 2019

Port-St-Louis, Frankreich 24. bis 25. September 2019 (aufgewärmt)

<<<  >>>
Route: 89 Kilometer, bis heute: 2405
9:34 Stunden, Temp.: 18-27°C
Sonnenaufgang: 07:29, Sonnenuntergang: 19:35














Avignon, um 07:20 Uhr sind wir unterwegs. Niels möchte die erste Schleuse gemeinsam gehen. So lassen wir sie vor und wir passen die Geschwindigkeit mit ihnen an.

Nach 2,5 Stunden ist es vorbei, die Schleusung geht schnell. Wir überholen die Bilitis und ziehen, mit nun verstärkter Strömung von 2 Knoten, davon. Es wäre gut, wenn wir die Schleuse vor Port-St-Louis, das Tor zum Mittelmeer, um 15:30 Uhr erreichen. Danach soll der Hafenmeister angeblich nicht erreichbar sein.

Geschafft, nun stehen wir in der Schleuse und es tut sich gar nichts, allen anderen geht es genau so. Eine halbe Stunde später werden wir, ohne heben oder senken, durchgeschleust. Nun schwimmt das Schiff im Salzwasser. Wir haben heute die Schwelle von der Rhone zum Mittelmeer überschritten.

Wir fahren zuerst direkt zum Navy Service, wo unser Mast liegen soll. Es findet sich aber einfach kein Liegeplatz und wir kehren um mit gesenkten Häuptern.

In Port-St-Louis angekommen, melden wir uns bei dem Hafenmeister, er verspricht die Mithilfe bei der Auswahl des Liegeplatzes.

Angekommen ist niemand da. Wir suchen einen Platz und nehmen die Boje vor dem Steg. 2 Schweden eilen zur Hilfe. Noch nicht festgemacht, kommt der neue Nachbar, kurz behost und mit bloßem Oberkörper, und meint der Platz gehört jemandem und wir sollen hier weg.
So ruhig wie ich bin, machen wir weiter und das Schiff ist vertäut.
Die Reklamation des Nachbars, brachte den Hafenmeister zum Steg. Er meint wir können hier bleiben. Später hat der gute Mann doch Einsicht.

In dem Kaufhaus in der Nähe kaufe ich etwas zum Schleppen ein. Das gegrillte Mais-Hähnchen entpuppt sich aber als Gummiadler und wird, kurz nach dem Probieren, entsorgt.


Vor der Abfahrt ...



Bilitis voraus
Kaum in der Schleuse und ...

... 15,5m tiefer ...



Teil der Strecke mit Schleusen rauf, Tunnel und
Schleusen runter

<<<  >>>